Jahreshauptversammlung des Jagdverbandes Torgau e.V. – personeller Umbruch und klare inhaltliche Weichenstellung

Jahreshauptversammlung des Jagdverbandes Torgau e.V. – personeller Umbruch und klare inhaltliche Weichenstellung

Am 22. Februar 2026 fand die Jahreshauptversammlung des Jagdverbandes Torgau e.V. statt. Nach der musikalischen Eröffnung durch die Jagdhornbläser „Torgauer Hörnerklang“ begrüßte der bisherige Vorsitzende Lutz Czirpka die anwesenden Mitglieder und Gäste.

Neben den formalen Punkten der Versammlung standen insbesondere aktuelle jagdpolitische, tierschutzrechtliche und organisatorische Themen im Fokus. Michele Brauer, vom Veterinäramt Nordsachsen, informierte über die aktuelle Seuchenlage. Positiv hervorzuheben ist, dass derzeit keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen nachgewiesen sind. Gleichzeitig wurde jedoch auf neue Herausforderungen, etwa durch vereinzelte Tollwutfälle sowie Geflügelpest, hingewiesen. Das Monitoring bestimmter Tierkrankheiten wie Brucellose und Aujeszkysche Krankheit, wird wieder aufgenommen.

Auch die Untere Jagdbehörde machte deutlich, dass insbesondere Wilderei, unsachgemäßer Umgang mit Waffen sowie Verstöße gegen jagdrechtliche Vorschriften konsequent verfolgt werden. Die Einhaltung von Sicherheits- und Sorgfaltspflichten wurde nochmals ausdrücklich eingefordert.

Im Tätigkeitsbericht wurde ein insgesamt aktives Verbandsjahr dargestellt. Neben Ausbildungsangeboten, Veranstaltungen und jagdlichem Schießen wurde insbesondere die Arbeit der Bläsergruppe sowie die kontinuierliche Verbandsarbeit hervorgehoben. Gleichzeitig wurde offen angesprochen, dass in zentralen Bereichen, insbesondere beim jagdlichen Übungsschießen und beim Engagement einzelner Mitglieder, deutlicher Nachholbedarf besteht.

In der Diskussion wurde ein klarer inhaltlicher Schwerpunkt gesetzt: Der Verband will sich künftig wieder stärker auf die Grundwerte der Jagd konzentrieren. Nachhaltigkeit, Weidgerechtigkeit, Tradition und Brauchtum sollen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Auch zukünftige Herausforderungen, etwa im Umgang mit dem Wolf und der Einsatz moderner Technik wie Wärmebild- und Nachtsichttechnik, wurden intensiv diskutiert.

Ein zentraler Punkt der Versammlung war die Neuwahl des Vorstandes. Neben den amtierenden Vorstandsmitgliedern wurden weitere vier Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen. Die Wahl fiel auf Gerd Kettlitz (Vorsitzender), unterstützt durch Mario Sprenger (Stellvertreter) und Judith Enge (Schatzmeisterin). Der erweiterte Vorstand wurde ebenfalls neu besetzt. Zu den Beisitzern wurden Anne Römling, Anna Sprenger, Juliane Kirsten, Ingo Sprebitz und Jürgen Römling gewählt.

Mit diesem personellen Wechsel geht ein klarer Anspruch einher: Der Verband soll sich stärker vom reinen Verwalten hin zu einem aktiven, gestaltenden Organ entwickeln. Mehr Transparenz, bessere Kommunikation und eine stärkere Einbindung der Mitglieder wurden als zentrale Ziele formuliert.

Abschließend wurde dem bisherigen Vorstand für seine langjährige Arbeit gedankt. Der neue Vorstand betonte in seiner ersten Ansprache die Notwendigkeit, den Verband strategisch weiterzuentwickeln und die Mitglieder stärker zu aktivieren.

Die Versammlung wurde traditionell durch die Jagdhornbläser beendet.

Vorstand nimmt Arbeit auf

Zur ersten Vorstandssitzung Anfang März kam der erweiterte Vorstand zusammen. Gemeinsam wurde intensiv beraten, welche Maßnahmen und Themen sinnvoll sind, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei wurden neue Aufgabenbereiche für die Obleute definiert. Alle Beteiligten hatten die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und es entstand eine lebhafte Diskussion, bis sich jede und jeder mit der jeweiligen Aufgabe identifizieren konnte.

Als Ergebnis wurden die Zuständigkeiten wie folgt festgelegt:

Jürgen Römling übernimmt das Amt des Obmanns für Hege und Wildbewirtschaftung. Juliane Kirsten wurde zur Obfrau für Wild- und Naturkunde bestimmt. Ingo Sprebitz bleibt weiterhin Obmann für das Schießwesen, Mario Sprenger übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit und Gerd Kettlitz das Brauchtum. Für das Jagdhundewesen sind Anne Römling und Judith Enge als Obfrauen zuständig. Das Amt der Schriftführerin sowie der Mitgliederverwaltung übernimmt Anna Sprenger.

Der Vorstand blickt zuversichtlich auf die kommende Zeit und setzt auf eine gute Zusammenarbeit sowie auf das Engagement aktiver Mitglieder.

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